Roman Kim gehört zu den faszinierendsten Solisten der jüngsten Generation. Bei seinen Auftritten fesselt er sein Publikum mit atemberaubender Virtuosität, Begeisterungsfähigkeit und unbändiger Energie. Dabei kümmert er sich wenig um Konventionen oder Erwartungshaltungen. Stattdessen entdeckt er die Epoche der Romantik und der großen Virtuosen für sich und seine Zuhörer neu.

Als Roman Kim 2010 sein erstes Videoprojekt als Sologeiger bei YouTube veröffentlichte, machte er in Windeseile Furore und begeisterte abertausende Fans. Der 19-Jährige tat in dem Video etwas, das sich bislang noch niemand getraut hatte: In einer eigenen Transkription von Bachs „Air“ aus der 3. Orchestersuite spielte er die vier Stimmen der Komposition gleichzeitig auf seinem Instrument und überzeugte dabei auf voller Linie.

Dass Kim mit seinem Arrangement kurzerhand die Geigentechnik revolutioniert hatte, erkannten nicht nur verblüffte Geiger. Der renommierte Verlag „Bärenreiter“ ließ es sich nicht nehmen, Roman Kims Arrangement als Notensatz zu veröffentlichen.

Auch als Komponist begeistert Roman Kim das Publikum. Seine romantischen Paraphrasen „I Brindisi“ über Themen aus Verdis „La Traviata“ (2013) eröffnen seinem Instrument neue Klangwelten und stehen damit in der innovativen Tradition seines Idols Niccolò Paganini. Im April 2017 publiziert „Bärenreiter“ Kims „Drei Romanzen“ für Violine und Klavier. Das spektakulär-virtuose Werk „Dies Irae“ für Solovioline wird ebenfalls bald erscheinen. 

Mit acht Jahren wurde Roman Kim in die Klasse der berühmten Violinlehrerin Galina Turchaninova an der Moskauer Zentralmusikschule aufgenommen. 2004 erhielt er ein Stipendium der „Mstislav Rostropowitsch Stiftung“, 2008 begann er in Köln sein Studium bei Prof. Viktor Tretjakov. 2012 gewann er den Internationalen Violinwettbewerb „Valsesia Musica“. Kim konzertierte in Italien, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Russland, den USA, China, Südkorea, Rumänien, der Schweiz und Taiwan.

Unter anderem war er in Sälen wie der Laeiszhalle Hamburg, der Tonhalle Düsseldorf, der Kölner Philharmonie, dem Romanian Athenaeum, der Berliner Philharmonie, dem München Herkulessaal, der Beijing Concert Hall, dem Bari Teatro Petruzzelli, der Franz List Musikakademie Budapest oder der Taipei National Concert Hall zu hören.

Roman Kim spielte mit Orchestern wie dem NDR Sinfonieorchester (unter Aziz Shokhakimov), der Staatskapelle Halle (unter Josep Caballé Domenech), dem Aachener Sinfonieorchester (unter Dirk Kaftan), dem Orchestra del Teatro Petruzzelli (unter Alpesh Chauhan), dem Suwon Philharmonic Orchestra (unter Daejin Kim) und den Düsseldorfer Symphonikern (unter Alexandre Bloch).

Roman Kim spielt eine Violine von Alexander Hazin "Superior" (2015, Köln).